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Geschichte
der Gemeindevorsteher/des Gemeinderates:
Als 1850 eine Gemeindeordnung eingeführt wurde, gehörten dem Gemeinderat
Steinebach 7 Mitglieder an. Johann Peter Schütz war damals bereits Gemeindevorsteher.
Der Gemeinderat ist belegt seit 1847, als Johannes Wisser als Waldwärter
kündigte und für ihn Bernhard Zöller nachfolgte. 1851 wurde Johann Peter
Weller als Gemeindevorsteher vereidigt. In seiner Amtszeit erwarb die
Gewerkschaft Stein aus Kirchen die Grube "Hercules", später
"Bindweide". Steinebach hatte zu dieser Zeit 263 Einwohner.
1857 rückte Johann Peter Schütz erneut zum Gemeindevorsteher auf. 1864
begann das Anhauen des Tiefen Bindweider Stollens. Für den verstorbenen
Waldhüter Bernhard Zöller wurde Johann Peter Hüsch gewählt.
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1871
wurde der bisherige Schöffe Wilhelm Müller vom kgl. Landrat
zum Gemeindevorsteher ernannt. Müller war auch Mitglied des
1873 gegründeten kath. Bürgervereins zu Steinebach. Eine interessante
Namensgleichheit ist zu erwähnen, denn der damalige Amtsbürgermeister
in Gebhardshain hieß ebenfalls Wilhelm Müller. 1872 kam es zu
einer Gruben-Katastrophe auf der "Bindweide".
1874
wurde Eberhard Rödder Gemeindevorsteher. 1875 fuhren erstmals
Landpostkutschen auf der Linie Gebhardshain-Betzdorf. 1879 formierte
sich der Kriegerverein als Basis für den heute ältesten Ortsverein,
die Kyffhäuser-Kameradschaft.
Ebenfalls
1879 wurde Johannes Solbach Nachfolger des Flurhüters Anton
Hüsch. 1883, als die Schmalspurbahn Steinebach-Scheuerfeld in
Betrieb ging, wurde Johannes Schütz Gemeindevorsteher.
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Steinebach vor der Kirche im Januar
2002:
Seit vielen Jahren gab es im Ort nicht so viel Schnee! |
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Der
Gegensatz:
Ortsansicht von Steinebach im Frühjahr 2004 |
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Zwei
Jahre später rückte Anton Hüsch nach, der zudem Mitglied des
Kirchenvorstands in Gebhardshain war. Anton Hüsch (1838-1918)
war verheiratet mit Elisabeth Schneider aus Steinebach. 1889,
als Friedrich Weller Waldhüter wurde, wählte der Gemeinderat
den Schmiedemeister Peter Schuster zum neuen Vorsteher. Zwei
Jahre später wurde die neue Volksschule ihrer Bestimmung übergeben.
Während einer militärischen China-Reise seines Sohnes Josef
starb Peter Schuster Anfang 1901. Sohn Josef übernahm nach seiner
Rückkehr die Leitung der Grubenschmiede. Als neuer Gemeindevorsteher
begann Ackerer und Bergmann Wilhelm Eckel (1850-1928) sein Amt.
Er wurde mit 3:1 Stimmen gewählt. Bürgermeister Beck, Gebhardshain,
fügte hinzu: "In jeder Hinsicht für das Amt geeignet, ein
solider und ruhiger Mann!"
Bei
der Wiederwahl 1907 war von einem "brauchbaren Vorsteher"
die Rede. Ebenfalls 1907 entstand das Forsthaus in Steinebach.
Knapp ging die Wahl 1913 aus, denn nach einem 3:3-Stimmergebnis
fiel erst der Losentscheid für Wilhelm Eckel aus, der übrigens
1918 "wegen Krankheit im Alter" sein Amt niederlegte.
Die Westerwaldbahn nahm 1913 ihren Betrieb von Scheuerfeld nach
Bindweide auf.
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Historische
Postkarte von Steinebach
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1919
wurde Holzhauer Peter Solbach, Sohn von Holzhauermeister
Johannes Solbach, Gemeindevorsteher. Diesen löste 1924
der Ackerer Peter Strauch (Jahrgang 1864) ab.
1925 erfolgte die Aufnahme des Kraftpost-Linienverkehrs
Betzdorf-Hachenburg sowie die Gründung der freiwilligen
Feuerwehr Steinebach. 1930 folgte Peter Solbach erneut
in die Gemeindespitze.
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Die tief verschneite Grubenbahn
vor dem Besucherbergwerk im Winter 2002 |
Schon
1931 kam ein herber wirtschaftlicher Rückschlag, denn die Grube
Bindweide mit ehemals rund 800 Beschäftigten wurde geschlossen.
Auffällig ist, dass alle drei Bindweider Obersteiger (Anton
Kirschbaum, Karl-Peter Fink und Gustav Diehl) den jeweiligen
Gemeinderäten angehörten und bei den einzelnen Wahlen mitwirkten.
1933
hatte Steinebach 880 Einwohner. Erst 1945 wurde die Nachfolge
des 75-jährigen Peter Solbach geregelt. Für einige Monate nahm
Albert Geimer, der beim Bürgermeisteramt Gebhardshain beschäftigt
war, den Stuhl des Gemeindevorstehers ein. Noch 1945 wurde Walzwerkarbeiter
Alban Weller (Jahrgang 1902), Sohn von Grubenhauer Wilhelm Weller,
als Vorsteher vereidigt. Ihm folgten ab 1964 die Ortsbürgermeister
der neueren Zeit, die den meisten Steinebachern noch hinreichend
bekannt sind.
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Vom
"Bürgermeisterhaus" Eckel blieb ein Bild
von etwa 1915 erhalten.
Rechts
im Bild ist Tochter Maria zu erkennen,
die Bäckermeister Clemens Wisser heiratete.
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| Gemeindevorsteher/Ortsbürgermeister: |
1847-1851
Johann Peter Schütz
1851-1857 Johann Peter Weller
1857-1871 Johann Peter Schütz
1871-1874 Wilhelm Müller
1874-1883 Eberhard Rödder
1883-1885 Johannes Schütz
1885-1889 Anton Hüsch
1889-1901 Peter Schuster
1901-1919 Wilhelm Eckel
1919-1924 Peter Solbach |
1924-1930
Peter Strauch
1930-1945 Peter Solbach
1945-1945 Albert Geimer
1945-1964 Alban Weller
1964-1966 Günter Spielmann
1966-1972 Alban Strauch
1972-1989 Alfons Böhmer
1989-1999 Hubert Nauroth
seit 1999 Hans-Joachim Greb
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Historische
Daten von Steinebach/Sieg erstellt von Joachim Weger (©)
1292
Die Gebrüder Wigand, Wedekind und Johann, Söhne der Frau Gotstu von
Steynebach, bekunden die Annahme eines Erbrechts und verpflichten sich,
dem Abt und Konvent von Marienstatt, die Güter zu Steynebach gegen jedermann
zu verteidigen.
1341
Wiprecht von Steynebach starb unbestimmte Zeit vor 1341.
1399
Bekundung über die Aussöhnung mit Marienstatt wegen der Ansprüche an
das Gut zu Steynebach.
1409
Zum Seelenheil eines Ritters wird der Hörige Godart, Steufen Sohn von
Steyntenbach, an das Kloster Marienstatt gegeben.
1469
Hen Steube von Stentenbach, Schöffe des Gerichts zu Gebhardshain, ist
Zeuge einer Verpflichtung gegenüber Marienstatt.
1471
Hen Pückarts Sohn von Stentenbach und dessen Frau Lüßgen bitten um Fürbitte
in einer Erbschaftssache mit Marienstatt. Zeugen sind u.a. die Gerichtsschöffen
Thiel von Stentenbach, Godert in den Steynen und Hen Steube - Steinebach
als Ort im Kirchspiel Gebhardshain erwähnt.
1480
Bekundung eines Schuldtitels zu Gunsten Johann Scheffer, Sohn des Ruprecht
von Steynenbach, dessen Frau Meckele und den Kindern Andres und Dietrich
sowie deren Erben. Als Unterpfand diente die Nonnenwiese und ein Feld
bei Steynbach.
1486
Es starb Junker Wilhelm von Steynenbach, der dem Kloster 24 Gulden gegeben
hatte.
1494
Es starb der geliebte Mitbruder Tilmannus von Stentenbach, der Kloster
Marienstatt durch eine neue Bauart restaurierte.
1600
Steintenbach im Amt Freusburg hat 21 Räuche.
1666
Rörich Scheuring heiratet Elsa Hess (beide Steinebach) - Weigand Schwartz
heiratet Elsa Schmid (beide Steinebach).
1668
Bau des Wohnhauses Eckel in der unteren Bergstraße, vermutlich das älteste
erhaltene Haus in Steinebach.
1680
Heinrich Hamburger heiratet Katharina Mockenhaupt (Bruche).
1685
Wigand Hamburger heiratet Veronika Fuchs (Herdorf).
1689
Anna Maria Stump heiratet Adam Hüsch (Dauersberg).
1700
Maria Schuh heiratet Matthias Hüsch (Dauersberg).
1705
Georg Schuhen heiratet Veronika Hüsch (Dauersberg)
1706
Peter Görgen heiratet Maria Merzhäuser (Dauersberg).
1709
Heinrich Mohl heiratet Lisa Eitenbach (Dauersberg).
1711
Streit mit der Gemeinde Elben über Grenzfestlegungen.
1734
Joh. Peter Weller heiratet Eva Fuchs (Hof Imhausen) - Joh. Heinrich
Wingendorf heiratet Magd. Ströder (Offhausen).
1736
Anna Katharina Sander heiratet Peter Grös (Katzenbach).
1739
Georg Sander heiratet Katharina Grünebach (Herdorf).
1741
Steinebach hat 31 Räuche, 153 Morgen Acker und Wiesen, hat 4 Wälder:
Niederseyffen, Elberseyffen, In den Brüchen, Die Hohen Eichen. Ernährt
sich von Ackerbau und Viehzucht, ist katholisch und zur Dickendorfer
Mühle gebannt.
1742
Grenzstreit mit Gebhardshain und Hommelsberg über die Eigentumsverhältnisse
in Hohen- und Strutheichen bis 1765.
1745
Gerichtssache, Eigentumsregelung in der Ingelbach bis 1757 - Streit
mit Kotzenroth, Steineberg und Hommelsberg wegen Hutungsrechten - Karte
des Gebiets Ingelbach mit Darstellung Grubenbereich Bindweide.
1746
Das Kirchspiel erklärt sich zur Instandhaltung der drei über 100 Jahre
wüst liegenden Weiher "In den Strutheichen" bereit.
1752
Joh. Peter Käuser heiratet Maria Kohlbett (Kirchen).
1757
Beilegung des Grenzstreits über das Gebiet Ingelbach durch Teilung desselben.
1762
Anna Christina Schneider heiratet Johann Klein (Herkersdorf).
1763
Verkaufsakt mit der Xentverwaltung in Freusburg bezüglich Waldgebiet
"Hohen- und Strutheichen", 35 Erbeigentümer, davon aus Steinebach:
Thomas Weller.
1781
Streit zwischen Dickendorf, Kotzenroth, Steineberg, Hommelsberg und
Steinebach wegen Viehtrift und Hutungsrechten in Waldgebieten Herzwinkel
und Ingelbach bis 1801.
1784
Bau der Brücke in Richtung Elben.
1787
Steinebach hat 28 Haushaltungen.
1794
Johann Greis heiratet Elisabeth Bierbaum (Betzdorf).
1796
Peter Theis heiratet Katharina Grindel (Sassenroth).
1810
Schulunterricht wird im Arndt`schen Wohnhaus erteilt, später Wohnung
des Matthias Rödder. Erster bekannter Lehrer: Mockenhaupt aus Elkenroth.
1815
zweiter bekannter Lehrer: Baldus aus Gebhardshain.
1827
dritter bekannter Lehrer: Franz Anton Demmer, Schönstein.
1835
Beginn der Postzustellung durch Boten, Abholung in Kirchen.
1836
Bau des ersten Schulhauses mit Leersaal und 2 Wohnräumen.
1841
Das Schulzimmer ist 24 Fuß lang, 16 Fuß breit und 11 Fuß hoch. 20 Knaben
und 17 Mädchen erhalten Unterricht.
1847
Waldwärter Johannes Wisser kündigt, Nachf. Bernhard Zöller.
1850
Einführung der Gemeindeordnung, Gemeindevorsteher Johann Peter Schütz
(seit 1847 belegt), sieben Ratsmitglieder.
1851
Vereidigung von Johann Peter Weller als Gemeindevorsteher.
1853
Erwerb der Grube "Bindweide" durch Theodor Stein aus Kirchen
- Steinebach hat 263 Einwohner.
1856
Johann Peter Schütz auf 6 Jahre als Schöffe gewählt - Paulus Theis (46
Jahre alt) wird Feldhüter.
1857
Johann Peter Schütz Gemeindevorsteher, auf 6 Jahre gewählt - Wilhelm
Rosenbauer (Steineroth) mit Schulstelle betraut.
1864
Anhauen des Tiefen Bindweider Stollens in Steinebach.
1867
Für verst. Waldhüter Zöller wird Johann Peter Hüsch gewählt.
1871
Steinebach hat 347 Einwohner - Wilhelm Klein im Krieg bei Gravelotte
gefallen - Bisheriger Schöffe Wilhelm Müller wird Gemeindevorsteher.
1872
Wasser- und Schlammeinbruch auf "Bindweide" - 14 Tote - Die
Firma Stein verkauft die "Bindweide" an Krupp - Peter Bohl
wird neuer Waldhüter.
1873
Am 12.10. Gründung des Kath. Bürgervereins Steinebach.
1874
Eberhard Rödder wird Gemeindevorsteher.
1875
Erstmals Landpostkutschen auf der Linie Betzdorf-Gebhardshain.
1876
Anton Hüsch II wird Flurhüter.
1879
Johannes Solbach wird Flurhüter - Gründung eines Kriegervereins, später
Kyffhäuser-Kameradschaft, ältester Ortsverein in Steinebach.
1880
Einführung der maschinellen Tiefbauförderung auf "Bindweide"
- Volkszählung: 445 Einwohner, 400 Katholiken, 45 Protestanten.
1882
Die Kruppsche Bergverwaltung hat in Steinebach ein Verkaufslokal (Konsum)
eingerichtet.
1883
Eröffnung der Schmalspurbahn Steinebach - Scheuerfeld - Als Flurschütz
wird Johann Peter Hüsch vereidigt - Johannes Schütz wird Gemeindevorsteher.
1884
Wilhelm Eckel erhält "Bestallung" als Waldhüter.
1885
Anton Hüsch wird als Gemeindevorsteher vereidigt.
1886
Gründung der Waldinteressentenschaft.
1889
Friedrich Weller wird Waldhüter - Schmiedemeister Peter Schuster wird
Gemeindevorsteher.
1890
Johann Peter Hüsch wird Flurhüter - Lehrer Herzog (Dierdorf) kommt nach
Steinebach - Altes Schulhaus (Wohnung Johann Becher) wird verkauft -
Lokfabrikant Arnold Jung mutet Erzgruben Benjamin und Dreieck.
1891
Die Volksschule auf dem "Säuwaasen" (Schweinewiese) ist fertig
(Firma Sohn Betzdorf), das Grundstück wurde getauscht.
1893
Gründung des MGV "Eintracht" Steinebach (Lehrer Herzog) -
Johann Böhmer und Wilhelm Eckel Hüter im Interessentenwald - Flurhüter
Weigand Kreutz erhält jährlich 36 Mark.
1895
Weg nach Gebhardshain bis zum "Steimelchen" neu gebaut.
1897
Auf Grube "Bindweide" wird Obersteiger Anton Kirschbaum pensioniert.
Nachfolger wird Carl-Peter Fink (+ 1917) - Konsolidation der Felder
zu Ende geführt - 20. Mai Unwetter mit Überschwemmung des unteren Dorfes.
Steinebach
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg:
1900
Am 28. Juli ereignete sich zum zweiten Mal ein furchtbares Unwetter.
1901
Steinebach gehört weiterhin zum Amtsgerichts-Bezirk Wissen.
1901
Schmiedemeister Peter Schuster stirbt, Nachfolger Sohn Josef - Nachfolger
als Gemeindevorsteher: Wilhelm Eckel.
1902
Der Schul-Anbau (2. Klasse) wird eingesegnet. Gebaut von Hamann und
Metzler (Wissen), damals für 120 Schüler.
1904
Firma Krupp baut neues Bürogebäude auf der Bindweider Höhe - Wald "Stangenhahn"
wird in Bauflächen umgerodet - Baubeginn Forsthaus für den königlichen
Förster - Firma Krupp lässt 6 weitere Rostöfen errichten.
1905
Steinebach hat 652 Einwohner - Brand im Distrikt "Lüstchen",
20 Morgen Niederwald vernichtet.
1906
Baubeginn der Wasserleitung durch Firma Wolf (Betzdorf). Das Quellgebiet
liegt in den "Hohen Eichen".
1907
Bezug des Forsthauses, erster Hausherr Hegemeister Kambeck - Auf "Bindweide"
wird ein 2. Schacht (550 Meter) geteuft - Nach "Differenzen"
in Gebhardshain wird in Steinebach ein Kriegerverein gegründet, Vereinslokal
Wirtschaft Gerhardus.
1908
Ortsteil Biesenstück an Wassernetz Steineberg angeschlossen.
1909
Umbaumaßnahme am Schulhaus durch Firma Kaus (Gebhardshain), 149 Schulkinder,
jetzt in drei Klassen - Bildung einer Pflichtfeuerwehr.
1910
Fahnenweihe beim Kriegerverein Steinebach - Nach 1864 die erste Goldhochzeit
(Anton und Elisabeth Hüsch).
1911
Mit dem zusätzlichen Schul-Anbau sind in 12 Orten der Bürgermeisterei
15 Volksschulen mit 21 Klassen (1086 Schüler) - In Steinebach ist die
erste Fortbildungsschule im Amtsbereich - Einrichten einer öffentl.
Fernsprechzelle (Vorsteher Eckel) - Die öffentl. Straßenbeleuchtung
kommt (4 Petroleumleuchten).
1912
Bau der Bahn-Empfangsgebäude Gebh./Steinebach und Bindweide - Viehzählung:
14 Pferde, 205 Rinder, 132 Schweine, 80 Ziegen, 701 Federvieh, 25 Bienenvölker.
1913
Die Westerwaldbahn nimmt ihren Betrieb auf - Lehrer Fritz Schnettler
kommt nach Steinebach, gefallen 1917 - Obstbaumbestand in Steinebach:
1248 Pflaumen- und Zwetschgenbäume, 508 Apfelbäume, 176 Birnbäume und
91 Kirschbäume.
1917
Im Gefangenenlager Steinebach sind 80 Franzosen und Engländer (Arbeitseinsatz
auf Grube Bindweide).
1918
Gemeindevorsteher Wilhelm Eckel gibt Amt wegen Krankheit auf - Von 115
Kriegsteilnehmern sind 28 gefallen oder vermisst - Strom-Anlagen
im Dorf sind fertig, auch Schule angeschlossen.
1919
Holzhauer Peter Solbach (* 26.7.1870) wird Gemeindevorsteher - Steinebach
hat 781 Einwohner.
1920
Um 1920 Gründung des Sportvereins Steinebach (später DJK).
1921
Lehrer Pingel wird Schulleiter - Schulstreik für Lehrerin Katharina
Lewen.
1922
Höchststand von 168 Schulkindern.
1924
Ackerer Peter Strauch (* 28.12.1864) wird Gemeindevorsteher.
1925
Einrichten der Kraftpostlinie Betzdorf-Hachenburg (18 km) - Gründung
der Freiwilligen Feuerwehr Steinebach - In Steinebach besteht der einzige
Vieh-Versicherungsverein - Einweihung Denkmal (Entwurf: Bautechniker
Kneip aus Siegen) - Hermann Dinter wird Schulleiter - Zug-Unglück oberhalb
der Station Steinebach ohne Todesopfer.
1926
Lehrer Josef Schönborn kommt nach Steinebach, bleibt bis 1936.
1928
Am Bahnhof geht neue Fuhrwerks- und Viehwaage in Betrieb - Im Oktober
brennt Ernte-Scheune des Vorstehers Strauch.
1929
Begräbnisverein kauft Leichenwagen bei Firma Bald (Siegen).
1930
Peter Solbach wird erneut Gemeindevorsteher - Am 11.8. Luftschiff "Graf
Zeppelin" über Steinebach.
1931
Schließung der Eisenerzgrube "Bindweide" - Mit gezielten Aktionen
das Interesse der Erwerbslosen wecken. Dazu wurde auch eine Spielgruppe
gegründet - Am 3.7. Einweihung des Sportplatzes oberhalb Forsthaus.
1932
Zum Roden von 30 Morgen Staatswald Boden- und Nutzungsgenossenschaft
gegründet.
1933
Steinebach hat 880 Einwohner.
1936
An Typhus sterben in Steinebach drei Bewohner.
1937
Beste Kartoffelernte seit Menschengedenken.
1938
Bernhard und Benedikt Weller gründen ihre Transportfirma.
1939
Am 21.7. das seit Jahrzehnten stärkste Erdbeben, ca. 6 Sek. - Im September
brandenburgische Soldaten einquartiert.
1942
Die Schulglocke von 1920 fiel der Kriegsmaschine zum Opfer.
Steinebach
von 1945 - bis zum Ende des 20. Jahrhunderts:
1945:
Am 28.3. rückt die US-Armee ins Dorf ein. Alle drei Schulsäle wurden
belegt. Im Krieg fielen 59 Steinebacher - Albert Geimer löst den 75-jährigen
Peter Solbach als neuen Gemeindevorsteher ab, bleibt von 30.3.45 bis
7.5.45 im Amt - Am 8.5.45 wird Alban Weller (* 9.4.1902) Gemeindevorsteher
- 59 Gefallene aus Steinebach im 2. Weltkrieg.
1949:
Aufnahme des Omnibusverkehrs bei der Westerwaldbahn - 102 LuF-Betriebe
mit mehr als 0,5 Ha, 15 Betriebe bis 0,5 Ha - Auf dem Bühler Berg wird
die neue Dorfglocke platziert.
1950:
Gründung des Spielmannszuges Steinebach - 58 Ha Forsten und Holzungen
in der Gemarkung Steinebach - Erwerbspersonen: 191 im Bergbau, 164 in
der Landwirtschaft - Von Erwerbspersonen sind: 28 Selbständige, 146
mithelfende Angehörige, 34 Beamte u. Angest., 240 Arbeiter, 0 Lehrlinge
- Registriert sind 216 Auspendler und 7 Einpendler - In Steinebach leben
39 (4%) Heimatvertriebene - Bau eines Feuerwehrgerätehauses (Spritzenhaus).
1951:
Steinebach hat 971 Einwohner, Bürgermeister Alban Weller, Posthilfsstelle:
Albert Weller, Brandmeister Alois Kunz, Lehrer: Hermann Dinter, Ernst
May, Anna Dexelmann.
1953:
Erste Satzung des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Steinebach-Dickendorf.
1955:
Großer Kreisfeuerwehrtag mit 1560 Wehrleuten in Steinebach.
1959:
Zum Volkstrauertag wird ein neues Kriegerehrenmal eingeweiht.
1960:
Steinebach hat 75 land- und forstw. Betriebe (über 0,5 Ha) mit insg.
306 Ha Betriebs- und 124 Ha Waldfläche - Nachfolger von Oberförster
Karl Manstein (Forsthaus Steinebach) wird dessen Schwiegersohn Alfred
Hospes - Ende des Schienen-Personenverkehrs auf der Westerwaldbahn -
Sportplatz auf der Halde an der Elbener Straße entsteht.
1961:
Einsegnung der Barbara-Kapelle, Gründung Barbara-Verein - Einwohnerzahl:
Steinebach 1050, Bahnhof Steinebach 5, Biesenstück 75, Bindweide 31,
90 % kath., 10 % evangelisch - In Steinebach stehen 159 Gebäude mit
197 Wohnungen, 29 Gebäude vor 1870, 51 Gebäude von 1870 bis 1900 erbaut
- Erwerbspersonen: 241 im Bergbau, 118 in der Landwirtschaft - Von Erwerbspersonen
sind: 49 Selbständige, 90 mithelfende Angehörige, 43 Beamte u. Angest.,
274 Arbeiter, 40 Lehrlinge - Registriert sind 316 Auspendler und 34
Einpendler.
1963:
Gründung des Musikvereins Steinebach - Der Kruppsche Konsum wird verkauft,
Weiterbetrieb als privates Gemischtwarengeschäft.
1964:
Das Fördergerüst von "Bindweide" wird abgebrochen - Günter
Spielmann wird neuer Ortsbürgermeister - Die Glocke vom Bühler Berg
ist nun in der Barbarakapelle.
1965:
Viehbestand Steinebach: 69 Rinder, 74 Milchkühe, 4 Pferde, 8 Schafe,
73 Schweine, 1157 Hühner.
1966:
Alban Strauch wird neuer Ortsbürgermeister.
1967:
Der Kommunalfriedhof in Steinebach wird eingesegnet.
1968:
Erschließung des Baugebiets "Himmelsberg" abgeschlossen.
1970:
Gründung der Verbandsgemeinde-Feuerwehr, Die Steinebacher Wehr kommt
zum Löschzug I - Wasseranschluss an das Gruppenwasserwerk "Elbtal".
1971:
Nach Schließung der Volksschule Steinebach gehen die Kinder zur Schule
nach Gebhardshain.
1972:
Alfons Böhmer wird Ortsbürgermeister in Steinebach - Die Kreisverwaltung
organisiert eine regelmäßige Müllabfuhr. Die neue Abfalldeponie Nauroth
löst örtliche Deponien ab.
1973:
Die Volksbank Gebhardshain gründet eine Filiale in Steinebach - Erste
Jugendfeuerwehr des Kreises in Steinebach gegründet - Die Postfiliale
Steinebach zieht in die Schulstraße um.
1974:
Der Kindergarten wird in Betrieb genommen - Erschließung des Industriegebiets
- Aufnahme des geregelten Müllabfuhr-Betriebs.
1975:
Bebauungsplan "Gasgarten" mit 75 Bauplätzen genehmigt.
1978:
Die Ortsdurchfahrt K 122/119 erhält neues Gesicht - Der Gemeindebackes
(Schulstraße) wird abgebrochen.
1980:
Die Grillhütte an der "Dicken Tanne" wird eingeweiht.
1981:
Gründung des Frauenchores Steinebach.
1983:
Die Eiche am Ehrenmal wird unter Denkmalschutz gestellt.
1985:
Gründung Eigenjagdbezirk der Waldinteressentenschaft.
1986:
Das Umkleidehaus am Sportplatz seiner Bestimmung übergeben - Abwasser-Kanalnetz
(zur Muhlau) in Betrieb.
1987:
Das Besucherbergwerk "Grube Bindweide" wird festlich eröffnet
- Aufnahme des Industriegebiets im Landesförderungsprogramm.
1988:
Offizielle Genehmigung für das Steinebacher Ortswappen, darin Symbole
von Bergbau und Landwirtschaft.
1989:
Hubert Nauroth wird Ortsbürgermeister in Steinebach - Gründung der Kirmesgesellschaft
Steinebach.
1990:
Einweihung des neuen Feuerwehr-Gerätehauses.
1992:
Die letzte Bäckerei gibt ihren Betrieb in Steinebach auf.
1993:
Gründung der Reservistenkameradschaft "Steinebacher Skipper"
- Gerhard Weller eröffnet sein Museum für Motorrad und Technik - Der
Siebel-Brunnen an der Bindweider Straße wird eingeweiht - 1. Teilnahme
am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
1994:
Glockenweihe in der erweiterten Dorfkirche "Sankt Barbara"
- 2. Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
1995:
April-Dezember: Postagentur in der Brunnenstr. - Wechsel im Forsthaus
Steinebach: Forstamtsrat Alfred Hospes geht in Ruhestand, Nachfolger
Revierförster Ralf Hoss - Kinderspielplatz übergeben, 600 qm groß, 40000
DM im Haushalt.
1996:
Jetzt nur noch Annahmepostfiliale in der Schulstraße.
1996:
Joachim Weger eröffnet die Historische Polizeiwache im Museum für Motorrad
und Technik in Steinebach - Eröffnung der "Erzstraße" im Kreis
Altenkirchen. Eine der vielen Stationen ist die Grube Bindweide in Steinebach.
- Erstmals richten alle Ortsvereine die Kirmes gemeinsam aus - Die 1.
Steinebacher Kirmeszeitung erscheint - Die 1. Steinebacher Mineralienbörse
wird ausgerichtet.
1997:
Erweiterungsbau am Besucherbergwerk eröffnet - Armin Schrumpf erhält
für "Hella" den Preis für das schönste Kaltblutpferd Deutschlands
(Grüne Woche Berlin) - Bergmannsfest, 10-jähriges Jubiläum des Besucherbergwerks
- Einweihung des Wald- und Naturlehrpfades - Gründung des Frauen-Strickclubs,
Initiative von Maria Seibert.
1999:
Hans-Joachim Greb wird Ortsbürgermeister in Steinebach - Ein Gemeindeausschuss
für Tourismus, Heimatpflege und Dorfverschönerung entsteht in Steinebach.
Steinebach im 21. Jahrhundert:
2000:
Steinebach hat 1312 Einwohner, 73 % kath., 19 % ev., 8 % and. - In 409
Häusern leben 564 Familien - Erschließung des Baugebiets Strutheichen,
21 neue Bauplätze - Neue Straße "In den Strutheichen" (32.
Straße im Ortsgebiet) - Einweihung der Tourist-Info-Stelle im Motorradmuseum
- Metzgerei Gerhardus stellt ihren Betrieb ein - Die Volksbank Gebhardshain
bezieht in Steinebach ihren Neubau.
2001:
Die bisherige Metzgerei gibt ihren Betrieb auf - 3. Teilnahme am Wettbewerb
"Unser Dorf soll schöner werden" - Verlegung Festplatz vom
Sportgelände zur Grillhütte - Einweihung der Erdbeben-Messstation im
Bergwerk - Einweihung "Bürgerhaus Steinebacher Hof" - Gründung
der Kinder-Bastelgruppe, Leitung: Marion Sauerbach.
2002:
Baugebiet "Unter dem Himmelsberg" (12 Plätze) beschlossen
- Der Kindergarten wird aufgestockt und erhält Walmdach - 4. Teilnahme
am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" - Führungswechsel
im Bergwerk:Konrad Schwan löst am 1. Juli Bürgermeister Günter Schneider
ab, der in den Ruhestand geht - Steinebach/Sieg hat 1325 Einwohner (604
Haushalte). Die Gemeindefläche beträgt 455 Hektar.
2003:
Einweihung neuer Straßen: Poststraße und Friedhofsweg - 5. Teilnahme
am Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" - Westerwaldbahn
baut im Ortsteil Bindweide einen neuen Betriebshof für die Wartung ihrer
Straßen- und Schienenfahrzeuge - 5. Teilnahme am Wettbewerb "Unser
Dorf soll schöner werden" - Gemeinderat vergibt neue Straßennamen:
Poststraße (33. Straße) und Friedhofsweg (34. Straße)
- Altes Dorfkreuz in Biesenstück wird komplett erneuert - Neue
Windkraftanlagen in der Gemarkung Kundert beherrschen Landschaftsbild
westlich von Steinebach.
2004:
Im Ortsgebiet stehen 188 Straßenleuchten - Hans-Joachim Greb wird
im Juni als Ortsbürgermeister wiedergewählt - 1291 Einwohner
- Im September beginnt die Verlegung von Erdgasrohren in der Gemeinde
- Bischof Dr. Reinhard Marx (Trier) besucht Steinebach im November -
Heiligabend: Letzte "Schicht" (Schließung) der Postfiliale
in Steinebach.
2005:
Im Januar erfolgt die Auflösung CDU-Ortsverband Steinebach und
Angliederung an den Ortsverband Gebhardshain - Im neuen Baugebiet "Unter
dem Himmelsberg" entstehen 13 Bauplätze.
2006:
Durch Gebietsverschiebung im Bereich der Bindweide erhält die Gemeinde
2500 qm und 6 Einwohner mehr - Am 16.10. erste Hochzeit unter Tage (Besucherbergwerk)
-
- Im Oktober wird mit dem Bau des neuen Windkraft-Parks zwischen Fensdorf
und Gebhardshain begonnen, die Anlagen dominieren am westlichen Horizont
von Steinebach - Die Gemeinde Steinebach hat 29 Baulücken, 6 in
Bebauungsplangebieten und 23 im übrigen Ortsbereich.
2007:
In Steinebach sind 103 Hunde zur Hundesteuer angemeldet - Beim Seniorentag
zeigt Joachim Weger seine historische Fotoausstellung.
2008:
Der 12 Jahre alte Gemeindebaum wird durch einen neuen Kirmesbaum ersetzt
- Die Gästezahl im Besucherbergwerk bleibt erstmals unter 10 000
- 35. Straße im Ort kommt neu hinzu: "Hasenwiese" -
Künftiges Wohnbaugebiet "In der Engelbach" wird vom Rat
beschlossen - Im Dezember wird eine Bäckerei-Filiale eingerichtet
und eine Metzgerei wird neu eröffnet.
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