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Ortsgeschichte
von Steineroth |
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| Die nassauische Lehensgüter
in Steineroth 1438 1694 1438 Erste
urkundliche Erwähnung Steineroths. Gerhard von Selbach, Wolfs Sohn, stellte dem Grafen
von Nassau einen Lehensrevers aus, u.a. über Güter, die er in Steineroth gekauft hat. |
![]() Bürgerhaus und Kindergarten Steineroth (aufgenommen im Sommer 2000) |
![]() kath. Kirche in Steineroth, eingeweiht 1954 |
1580 Teis (Mathias) zu Müschenbach und Elsa,
Eheleute, vertauschten ihre Gerechtigkeit um Steineroth mit Henn Schuh und Heinrich Knecht
zu Gerbertshan. |
| Steineroth ab dem 18
Jahrhundert: 1742 "Steineroth hat 14
Räuche, 73 Morgen Feld und Wiesen, keine alte Waldung, pflanzen aber einen schönen Wald
mit Scheuerbirken, ernährt sich von Ackerbau und Viehzucht, hat ungefähr ¼ Stunde
Hutgerechtigkeit und ist zur Dauersberger Mühle gebannt". |
![]() Franziskus-Kapelle in Steineroth, erbaut 1998 |
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1857 Das Gebäude, in dem sich
das Schulzimmer befand, wird zur ordentlichen Schule mit Lehrerdienstwohnung umgebaut. |
| Steineroth in der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts 1903 Der
Berliner Unternehmer Philipp Balcke will von Hachenburg nach Betzdorf eine Schmalspurbahn
bauen. Von der Molzhainer Höhe kommend sollte sie über das Gäulfeld um den Steinerother
Kopf herum in das Elbbachtal unterhalb Kausen und weiter in einer Spitzkehre nach Elben
geführt werden. Auf dem Gäulfeld war ein Bahnhof (Haltestelle) vorgesehen. Das Projekt
scheiterte. rechts und unten: |
1913 Der Gemeinderat beschließt den Stromanschluss durch das
Elektrizitätswerk Siegerland. Durch den dann folgenden Weltkrieg zerschlug sich das
Vorhaben. Die Postagentur wird nach Elben verlegt, weil die Post jetzt mit der Kreisbahn
befördert wird. |
1932 Der Gemeinderat beschließt den Bau einer Badeanstalt
am Abhang des "Reefs". Es wurde ein Schwimmverein gegründet. Die Arbeiten
sollten durch den freiwilligen Arbeitsdienst als Notstandsarbeiten durchgeführt werden.
Dies wurde aber von der Aufsichtsbehörde nicht genehmigt. So musste das Projekt wegen
Geldmangel scheitern.
1932 Die Gemeinde zahlte für die
Wasserpumpenbedienung und das Kassieren von "Lichtgeld" 130 Mark, für
Flurhüterdienste 50 Mark, für die Handarbeitslehrerin 68 Mark, für das Tagesläuten 25
Mark, für das Schulreinigen 150 Mark, alles natürlich pro Jahr. Der Gemeindevorsteher
erhielt 30 Pf pro Einwohner.
1936 In Steineroth wird wieder eine Poststelle II eingerichtet.
1939 Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs werden Soldaten aus
Bayern in Steineroth einquartiert.
Die Schulkinder führen Kartoffelkäfer-Suchaktionen durch. Das Bezugsmarkensystem für
Lebensmittel wird eingeführt.
1945 Die US-Armee zieht von Elkenroth kommend in Steineroth ein, für den Ort ist der
Krieg beendet. Fünf deutsche Soldaten fielen bei den Gefechten um Steineroth und wurden
vor der Schule beigesetzt. 1959 wurden sie zum Soldatenfriedhof in Altenkirchen verlegt.
Steineroth beklagt 19 Opfer des Zweiten Weltkrieges.
Die Ortsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg
(zusammengestellt von W.
Merzhäuser , fortgeführt durch Bruno Pfeifer und Gottfried Frings)
1949 Die Westerwaldbahn setzt Omnibusse ein, die Steineroth
verkehrsmäßig bedienen.
1951 Peter Spies, der letzte seines Stammes, verlässt mit seiner Familie Steineroth,
nachdem die Gemeinde sein Anwesen aufgekauft hat.
1953 Im Februar wurde im Gasthof Dittmann das erst Fernsehgerät aufgestellt.
1954 Nach dreijähriger Bauzeit wird die unter großen Opfern erbaute Filialkirche St.
Peter eingeweiht. Vorher war nach der Fällung der entlang der Elkenrother Straße
stehenden Fichtenbestände ein neues Wohngebiet erschlossen worden.
1956 Steineroth hat 383 Einwohner. Der Kirmestermin wird generell auf den 2. Sonntag im
Mai festgelegt.
Im Alter von fast 80 Jahren verstarb Pater Dr. Dr. Hellinghausen, ein hoch angesehener
Steinerother.
1957 Ein neues Feuerwehr-Gerätehaus wird seiner Bestimmung übergeben.
1958 Ein gemeindeeigener Friedhof wird hergerichtet. Bisher wurden die Toten in
Gebhardshain beerdigt. Von 1948 bis 1958, also in zehn Jahren , wurden 23 neue Häuser in
Steineroth gebaut.
1959 Die Schule erhält eine zweite Lehrerstelle.
1960/1961 Es wird eine neue Schule gebaut. Einweihung
derselben am 28.10.1961.
1962 Im Dorf werden 26 PKW gezählt und 41 Fernsehgeräte.
1963 Die Firma REWE siedelt vom Betzdorf zum neu erbauten Lager in Steineroth um.
Erweiterungsbauten 1973/74.
1964 Der Basaltbruch "Steinerother Kopf" ist erschöpft und wird stillgelegt.
1966 Steineroth hat 557 Einwohner.
1967 Das Wohngebiet "Vor der Steinert" wird erschlossen.
1968 Anschluss an das Gruppenwasserwerk Elbtal. Damit hat die Wasserknappheit im Sommer
ein Ende. Die Friedhofshalle wird gebaut.
1971 Die Grundschule Steineroth wird aufgelöst. Die Kinder
werden fortan mit dem Bus nach Gebhardshain zur Schule gebracht.
1972 In der Schule wird ein Kindergarten eingerichtet. Die Kinder von Elben gehen nach
Steineroth in den Kindergarten.
1979 Der Gemeinderat beschließt die Erschließung des Wohngebietes "Dorfwiese".
1981 Die durch An- und Ausbau gewonnen Räume im
Kindergarten werden als Jugendgruppenräume ihrer Bestimmung übergeben.
1984 Nach Abriss des Hauses Baldus/Rosenbauer werden in der Dorfmitte eine Grünanlage und
ein Brunnen angelegt.
1986 Ein neuer Festplatz im Baugebiet "Dorfwiese" steht für Feierlichkeiten zur
Verfügung. Steineroth wird an die Kläranlage "Muhlau" bei Scheuerfeld
angeschlossen. Steineroth hat 602 Einwohner.
1986 Der MGV "Einigkeit" Steineroth feiert sein 100jähriges Bestehen.
1988 Steineroth wird 550 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird mit einem Dorfgemeinschaftsfest
vom 9. bis 10. Juli gefeiert.
1993 Die Filialkirche "St. Peter" wird von außen
restauriert.
1994 Der neue Zwei-Gruppen-Kindergarten wird eingeweiht.
1995 Durch An- und Ausbau des ehemaligen Kindergartens wird ein Bürgerhaus errichtet und
seiner Bestimmung übergeben.
1998 Die Franziskuskapelle wird nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht.
1999 Die alte Orgel in der Kirche "St. Peter" wird komplett restauriert. Ein
neuer Dorfladen entsteht. Gründung einer Interessengemeinschaft mit ca. 70 Mitgliedern,
die den Bau realisieren.
2000 Das Wohngebiet "Hintere Dorfwiese" wird erschlossen.
Schreibweise des Ortsnamens in alten Urkunden
Steynren, Steinrode, Steineren, Steinren, Stenrode, Stheyneradt, Steynrat, Steinern, Steinrod, Steinradt, Steinert, Steneren, Steinroth.
Die ältesten überlieferten Einwohner Steineroths
1461 Thiel von Steinrode, Schöffe zu Gebhardshain
(Marienstätt Urkunde)
1476 Gutgen von Stenrode (Mirakelbuch zu Hilgenroth)
1519 Theyl Greffe von Steynerat (Nekrolog von Marienstatt)
16 Jh. Else und Doritea von Steynrat (Nekrolog von Marienstatt) Schewen Elsgin
von Steyneradt (Nekrolog von Marienstatt)
1539 Elsches Greffen von Steyneradt (Nekrolog von Marienstatt)
1597 werden im Türkensteuerzettel genannt: Erwin Heumann, Christian Imhausen,
Wigand Greff, Henßels Klein Johann, Adams Wigand, Gertgens Johann, Gerhard Graff,
Wigand Neumans, Theis Heymann und Johann Graff.
Letzte Änderung dieser Seite am: 01.01.2006