Ortsgemeinde Gebhardshain
Gemeindegröße:
596,6 Hektar
Einwohnerzahlen   Statistik-Daten
Ortsbürgermeister: 

Ortsbürgermeister Heiner Kölzer

Heiner Kölzer
Marienstr. 15,
57580 Gebhardshain
Tel. 02747/3287 (ab 17 h)
Büro: 02741/939150 (8-16 h)
Bürgerforum: Tel./Fax 02747/912007
E-Mail: Heiner.Koelzer@t-online.de

Sprechstunden:
im Bürgerforum, Betzdorfer Str. 5
montags und freitags
von 17:00 bis 19:00 Uhr

Externe Links:
Werbegemeinschaft Gebhardshain
Gebhardshainer Heimatfreunde

Bauplätze zu verkaufen:
Bauplätze Eckewieschen

Unser Leihangebot:
Historische Drehorgel

Beigeordnete: 1. Josef Georg Solbach
Kirchstr. 36, 57580 Gebhardshain,
Tel. 02747/914356

2. Annemie Pauli
Marienstr. 11, 57580 Gebhardshain,
Tel. 02747/3126

Historisches Gebhardshain
Wappen und Beschreibung
Ortsplan Gebhardshain
Veranstaltungen
Örtliches Satzungsrecht
Bürgerforum Gebhardshain
Bürgerforum -Miettarife-
Grillhütte
Kulturelle Ortsvereine
Sportvereine
Mitteilungsblatt Online
 


Lage innerhalb der Region
und Infrastruktur:
Die Gemarkung der Ortsgemeinde Gebhardshain ist 596 Hektar groß, davon sind rund 80 Prozent land- und forstwirtschaftliche Flächen. Der Ort liegt auf einem Höhenzug 380 bis 410 Meter über dem Meeresspiegel, ist klimatisch geprägt vom reizvollen Westerwälder Mittelgebirgsklima und als Fremdenverkehrsgemeinde anerkannt.

Die Gemeinde ist Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung und verfügt über eine Realschule Plus sowie eine Grundschule und eine moderne Viergruppen-Kindertagesstätte. Im Ort befindet sich auch das einzige Alten- und Pflegeheim der Verbandsgemeinde, das St. Vinzenzhaus mit 68 Pflegebetten, davon 12 Kurzzeitpflegeplätze und 8 gerontopsychiatrische Pflegeplätze. Die Pflegekonzeption ist fortschrittlich und abgestimmt mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe.

In Gebhardshain finden Sie zentrale Sportanlagen, eine Schulsporthalle und eine Großsporthalle. Daneben liegt das Sportplatzgelände mit Fußballfeld, Leichtathletikwettkampfanlagen und einer Trainingswiese. Daran grenzen das Umkleide- und Vereinsheim des Sportvereins "DJK Gebhardshain" und das Vereinszentrum der "SG Westerwald" mit modernem Fitnessstudio, Tennisanlage mit Clubhaus und vier Außenplätzen.

Gebhardshain - hier sind alle herzlich willkommen!

Im Ort gibt es eine attraktive, begrünte Freizeitanlage mit Festplatz und Außenspielgelände. Für Freunde des Schießsports bietet die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft eine Schießsportanlage mit Schützenhaus. Die Ortsgemeinde verfügt weiterhin über eine Grillhütte und drei Kinderspielplätze. Es gibt 2 Büchereien in katholischer und evangelischer Trägerschaft mit einer großen Auswahl von Büchern und weiteren Medien.

In kommunaler Trägerschaft befindet sich der Friedhof. Unter Denkmalschutz stehen die romanische dreischiffige katholische Pfarrkirche "St. Maria Magdalena" im byzantinischen Basilikastil sowie die evangelische Kirche und im Ortskern zwei weitere private denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, das Haus Schuster und der "Westerwälder Hof".

Winter in Gebhardshain: Blick zur ev. Kirche
Blick zur ev. Kirche

Der Gebhardshainer Ortskern wurde aufgrund eines Dorferneuerungskonzepts seit Ende der 1980er-Jahre saniert, verkehrsberuhigt ausgebaut und mit zahlreichen Bäumen und Zierpflanzen begrünt. Hiermit verbunden war auch eine Aufwertung des gewachsenen Einzelhandels mit allen Gütern des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel, Bekleidung und Drogerieartikel sowie einem breiten Dienstleistungsspektrum und Gastronomie, Speiselokalen, Banken, Versicherungen, Allgemeinärzten, Massage- und Physiotherapiepraxen, einem Zahnarzt, einer Apotheke und der Postagentur. Weiterhin gibt es zwei große Verbrauchermärkte, eine Tankstelle und im Gewerbegebiet finden sich zahlreiche Handwerksbetriebe und Firmen.

Seit 1999 verfügt Gebhardshain über ein schmuckes Bürgerforum, das durch Restaurierung und Umbau eines Ortsbild prägenden Jugendstilgebäudes, des früheren Hotels "Kaus", geschaffen wurde.

Im Bürgerforum sind unter anderem untergebracht:

- Ein Saal für Ausstellungen,
  Vortragsveranstaltungen und weitere
  kulturelle oder öffentliche Veranstaltungen
  sowie festliche Anlässe und Feiern.

- Ein Empfangs- und Sitzungsraum.

- Bürgerbüro des Ortsbürgermeisters.

- Ein Jugendraum, der in Eigenleistung
  eingerichtet und selbst verwaltet wird.

- Gebhardshainer Dorfmuseum, das durch
  die Gebhardshainer Heimatfreunde
  in Eigeninitiative eingerichtet und
  betrieben wird.

Vereinsgaudi in Gebhardshain: Das jährliche Schubkarrenrennen
Das jährlich stattfindende "Schubkarrenrennen"
entwickelte sich zur Tradition

Gab es früher zahlreiche landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe, so findet sich heute nur noch ein Vollerwerbslandwirt im Ort. Die Waldflächen werden bewirtschaftet von zwei Haubergsgenossenschaften (Katzenbusch und Spielstück) und einer Waldinteressentenschaft. Naturfreunde können ein ausgedehntes beschildertes Wanderwegenetz und im Winter bei entsprechender Witterung Langlaufloipen nutzen.

Die Gebhardshainer Bevölkerung hat ein reges und breit gefächertes Vereinsleben aufgebaut, das eine Vielzahl von Aktivitäten insbesondere im sportlichen und kulturellen Bereich bietet. In einer eigens erstellten Broschüre wird eine Übersicht über verschiedene Angebote örtlicher Vereine und Gruppierungen ergänzt mit Anschrift und Telefonnummer des jeweiligen Ansprechpartners gegeben.

Geschichtliche Entwicklung der Ortsgemeinde Gebhardshain:

Die geschichtlichen Ursprünge reichen ausweislich urkundlicher Erwähnungen zurück in das Jahr 1220 n. Chr. Damals gehörte das Gemeinwesen dem Adelsgeschlecht derer von Gevertzhagen und zählte zum Herrschaftsbereich des Grafen von Sayn, der 1378 den Kurfürsten von Trier als seinen Lehnsherren anerkannte, womit Gebhardshain nicht nur zur Diözese Trier, sondern auch zum weltlichen Herrschaftsgebiet des Erzbischofs von Trier gelangte.

Katholisch blieb das Sayner Grafengeschlecht bis zum Jahre 1560. Dann wechselten die Bewohner mit den jeweiligen Landesherren auch die Religion. Dem wurde nach dem 30jährigen Krieg durch die Herrschaften von Freusburg ein Ende gesetzt. Katholiken und Protestanten wurden gemeinsam Eigentümer der Kirchen und Kirchengüter. Erst 1859 endete das Simultaneum, wodurch im Laufe der Zeit zwei Gotteshäuser der Katholiken und evangelischen Christen entstanden. Heute sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung katholisch und etwa ein Drittel der Bevölkerung evangelischen Glaubens.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts lebte man hier wie überall im Westerwald in ärmlichen Verhältnissen von Ackerbau und Waldwirtschaft. Erst der Erzbergbau und das Hüttenwesen brachten die Industrie in den Westerwald. Das Ende der Bergbauära wurde endgültig Mitte der 1960er-Jahre durch Schließung der letzten heimischen Eisenerzgruben besiegelt. Seitdem wird die wirtschaftliche Entwicklung von mittelständischen Betrieben, Handel und Dienstleistungsgewerbe geprägt.

Die Einwohnerzahl in Gebhardshain entwickelt sich kontinuierlich aufwärts. 1950 zählte die Ortsgemeinde 1043 Einwohner, 1975 waren es bereits 1712 Einwohner und Ende 2009 beheimatete der Ort bereits 1935 Menschen. Gebhardshain liegt im Viereck der Mittelzentren Altenkirchen, Betzdorf, Hachenburg und Wissen. Der Ort hat Mittelpunktfunktion in der Verbandsgemeinde. Gebhardshain verfügt über eine komplette, sehr abgerundete Infrastruktur mit zentralen Aufgaben.

Kulturelles Angebot und Fremdenverkehr:
Viele Traditionen werden gepflegt, wiederkehrende Großfeste und feierliche Veranstaltungen sind vor allem Karneval, Kirmes / Schützenfest sowie der große Herbstmarkt als einzige überörtliche Marktveranstaltung der Verbandsgemeinde. Zusätzlich gibt es alljährliche Theateraufführungen der Gebhardshainer Heimatfreunde e.V.

Besuchen Sie auch das Gebhardshainer Dorfmuseum im Bürgerforum (Betzdorfer Straße - geöffnet jeden ersten und dritten Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr) und die Gebhardshainer Heimatfreunde.

Außenansicht Bürgerforum Gebhardshain
Bürgerforum Gebhardshain

Eine kommunale Partnerschaft wird seit 1990 mit der thüringischen Gemeinde Kreuzebra im Eichsfeld gepflegt. Belebt wird diese Partnerschaft durch zahlreiche private und familiäre Kontakte sowie Vereinsaustausch. Bereits Mitte der 1980er-Jahre verzeichnete Gebhardshain herausragende Erfolge im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" und Gebhardshain befand sich mehrfach unter den Kreissiegern, erhielt den Staatsehrenpreis in Silber des Landes Rheinland-Pfalz und wurde auf Bundesebene mit Bronze prämiert.

Die Bevölkerung, Ortsgemeinde, Vereine und Gruppierungen werden sich auch in Zukunft dem Ziel verschreiben, Gutes im Ort zu bewahren, den Gemeinschaftssinn zu wecken und den lebens- und liebenswerten Ort weiter zu entwickeln.

Luftbilder der Ortsgemeinde Gebhardshain:
(Copyright Joachim Weger, Steinebach und Georg Nilius, Gebhardshain)

Nahaufnahme Ortskern mit Kath. Kirche Blick von Süden auf Kath. Kirche und neues St.-Vinzenz-Haus (oben rechts) Blick von Südosten auf Grundschule, Kath. Kirche und westl. Baugebiete Lieberg/Kaiserstück (oberer Bildbereich) Ortskern aus Südwesten mit Rathaus und den beiden Kirchen
Ortskern mit Kath. Kirche und Rathaus von Westen Blick von Norden auf den Ortskern mit den Kirchen Nahaufnahme Rathaus und Kath. Kirche Ortskern mit Kath. Kirche (Mitte rechts), Ev. Kirche und Rathaus (Mitte oben) von Osten

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Letzte Änderung dieser Seite am: 14.06.2010