| Beschreibung
zum Wappen der Verbandsgemeinde Gebhardshain |
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In rotem Feld drei silberne Rauten schrägrechts, Beachte: Gemeindewappen dürfen nach § 5 Abs. 3 der Gemeindeordnung nur nach vorheriger Zustimmung der Verbandsgemeinde Gebhardshain verwendet werden! |
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Kurze geschichtliche Begründung: |
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Die Familie von Gevertzhagen wird urkundlich im Jahre 1220 zum erstenmal nachweisbar erwähnt. Es ist also anzunehmen, dass sie schon längere Zeit vor diesem Datum im Bereich der Pfarrei Gebhardshain ansässig gewesen ist. Der Stammsitz dieser damaligen Familie muss zwischen Gebhardshain und Fensdorf gelegen haben. Die Familie weist später zwei Nebenlinien auf:
Im Jahre 1221 hat der damalige Erzbischof von Köln, Engelbertus der Heilige, in einer Urkunde die Niederlassung der Zisterzienser an der Nister, dem heutigen Marienstatt, genehmigt. Als Zeuge ist hier ein Roricus de Geverdshagen aufgeführt. Weitere Urkunden aus den Jahren 1261, 1272, und 1275 nennen als Zeugen Roricius und Gerlach von Gervarzhan, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als Vasallen, sondern bereits als Ritter aufgeführt werden. Weitere Urkunden liegen vor aus den Jahren 1283, 1291, 1306, 1333 und 1353. Diese Urkunden sind jedoch alle ohne Siegel. Erst eine Urkunde vom 28.7.1375, in welcher Johann von Geverzhain seinen Schwiegersohn Peter Doppe einen Teil seines Zehnten zu Steinenberg vermacht, enthält neben dem Siegel des Grafen Johann von Sayn, auch das Siegel des Ritters Johann von Geverzhain. Als Wappen führten die von Gevertzhagen drei linksschräge silberne Rauten in roten Felde. Das rote Feld ist an jeder Seite mit drei goldenen Kriegslilien besetzt. Auf dem Helmstehen zwei rote Adlerflügel, auf welchen sich die Wappenfiguren wiederholen. Decke und Livree sind rot und silbern. Im Jahre 1400 tritt als erste Seitenlinie die Familie von Gevertzhagen-Lütgenroide auf und etwas später die zweite Seitenlinie, derer von Gevertzhagen-Kotzenrode. Während des 30 Jährigen Krieges wurden die Burgen der Stammlinie und der beiden Seitenlinien zerstört, so dass von diesem Zeitpunkt an das Geschlecht derer von Gevertzhagen hier nur noch Besitzer, aber selbst nicht mehr anwesend ist. Die Hauptlinie von Gevertzhagen stirbt im Mannes-Stamme im Jahre 1733 mit Johann Wilhelm Freiherr von Gevertzhagen aus, während die Nebenlinie von Lützerode mit Ernst Lothar Karl August Freiherr von Lützerode im Jahre 1862 ausstirbt, als dieser in Dresden als königlich-sächsischer Kammerherr verstirbt. Die von Gevertzhagen besaßen Gebhardshain, Attenbach (heute Gimborn),Hemmerich und Keldenich bei Bonn, Mühlen (heute Uckarath), Roth (heute Mühlheim) und Venau. Die Nebenlinie Lützerode besaßen Clyff (heute Bochum), Forst bei Frechen, Hardenberg bei Bochum, Klarenbeck (heute Lennep) Kulseck und Weilerswist (heute Lechenich), Mehrum und Roth (heute Mühlheim) und Wensberg. Einer der bekanntesten Freiherren von Gevertzhagen ist der Abt Bertrand Goswin, Abt zu Kornelimünster bei Aachen, der 1699 von seinen eigenen Untertanen erschossen wurde. |
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Letzte Änderung dieser Seite am: 19.07.2006